Unihockey Ruswil: Herren GF 1, Meisterschaftsrunde 4, 13.10.2024

 

Keine Punkte gegen den Leader aus Lugano

 

Das Fanionteam von Unihockey Ruswil wartet auch nach dem 4. Saisonspiel auf die ersten Punkte. Wie schon in den ersten drei Runden kann man phasenweise mit dem Gegner mithalten. Die fehlende Konstanz über 60 Minuten wird aber auch gegen Lugano zum Verhängnis. 

 

Samuel Koch

 

Die Ausgangslage gegen den noch ungeschlagenen Leader aus Lugano war klar. Man war der Underdog und es musste vieles zusammenpassen, um mit Punkten aus Bonstetten nach Hause fahren zu können. Lugano hatte in den drei bisherigen Spielen insgesamt 26 Tore erzielt. Daher versuchten die Ruswiler, mit einer defensiveren Spielweise die Räume eng zu machen.

 

Kalte Dusche im 1. Drittel

 

Die Ruswiler starteten gut in das Spiel und konnten in den Startminuten einige Akzente setzen. Dennoch waren es die Tessiner, welche nach einem schnellen Umschaltmoment sehr effizient das 0:1 schossen. Immer wieder kam Lugano sehr einfach in die Zone der Ruswiler und genoss dort erstaunlich viele Freiheiten. Mit diesen Freiheiten erhöhten sie das Skore schnell auf 0:3. Es brauchte einen überzeugenden Rush von Benjamin Hurni mit einem herrlichen Sonntagschuss zum 1:3, um den Glauben an einen Sieg zurückzubringen. Leider wurde die Ruswiler Euphorie noch vor der ersten Drittelspause mit zwei weiteren Toren der Tessiner gedämpft. Die Ruswiler waren in dieser Phase sehr weit weg vom Gegner und hatten in der Defensive häufig keine klare Zuordnung. So ging es mit einem 1:5 in die Pause. 

 

 

Klare Steigerung im 2. Drittel

 

Im zweiten Drittel gelang es den Ruswilern, die Zuordnung besser zu finden und auch die Zweikämpfe mehr für sich zu entscheiden. Plötzlich konnte man die Räume vor dem eigenen Tor besser verteidigen und eroberte sich wiederholt den Ball. Automatisch bekam man dadurch mehr Offensivaktionen. Eine einstudierte Freistossvariante veredelte Armando Emmenegger mit einem präzisen Schuss zum 2:5. In der Folge hatten beide Teams Gelegenheiten, um weitere Tore zu erzielen. Da diese Gelegenheiten aber allesamt ungenutzt blieben, ging es mit dem 5:2 in die 2. Drittelspause.

 

Ein kurzes Aufbäumen und alte Muster

 

Nach dem gewonnenen Mitteldrittel war die Überzeugung zurück, dass dieses Lugano nicht unschlagbar ist. So startete Ruswil konzentriert ins dritte Drittel und spielte weiter, wie sie im Mitteldrittel aufgehört hatten. Selbst eine Unterzahl brachte die Ruswiler nicht aus dem Konzept. Sie kamen in Unterzahl gar näher ans nächste Tor als die Tessiner. Das 3:5 lag in der Luft und wenig später war es auch Tatsache, als man selbst in Überzahl agieren konnte. Joel Kaufmann stellte mit einem scharfen und präzisen Schuss seine Abschlussstärke unter Beweis und verkürzte auf 3:5. 

Zeit war noch genug da, um den Rückstand aufzuholen. Die Ruswiler waren bemüht und nahmen nun auch mehr Risiko in Kauf. Dennoch war man nicht in der Lage, Lugano weiter unter Druck zu setzen. Die Tessiner wussten mit den neu entstanden Freiräumen umzugehen und stellten auf 3:6. Dies war der Nackenschlag für die Ruswiler. Auch anschliessende Blockumstellungen ergaben nicht den erwünschten Turnaround und so bekam man am Ende, wie schon die drei Runden zuvor, ziemlich naiv weitere Gegentore zum Schlussresultat von 3:8. 

 

Es geht Schlag auf Schlag weiter

 

Viel Zeit, um die Niederlage zu verdauen, haben die Ruswiler nicht. Schon am Sonntag trifft man mit Mendrisiotto auf einen weiteren Vertreter aus der Südschweiz. Will man aus dieser Partie etwas Zählbares mit nach Hause nehmen, muss man konstanter spielen. In allen vier Saisonspielen hat man gezeigt, dass man mit dem Niveau der 3. Liga mithalten kann. Leider zahlten die Ruswiler aber in allen vier bisherigen Spielen Lehrgeld, als man in gewissen Spielabschnitten zu fehlerhaft und unkonzentriert spielte.  

 

Für Ruswil im Einsatz: Luca Kunz (G), Benjamin Hurni, Samuel Koch (Captain), Marco Sager, Armando Emmenegger, Janik Küng, Linus Hofer, Luca Wehrli, Matthias Wolf, Jan Müller, Yanik Bieri, Roland Bachmann, Joel Städler, Matthias Utz, Cyrill Chappuis, Joel Kaufmann und Philipp Zemp (Coach).